Amerikanische TV-Serien
Seit den späten 60er Jahren ist der deutsche Fernsehalltag von amerikanischen Serien geprägt. Jahrzehntelang bestand das Ritual, sich an einem bestimmten Wochentag, zu einer unverrückbaren Zeit, auf eine amerikanische TV-Serie zu freuen, die das Lebensgefühl jener Jahre entscheidend mitbestimmte. Ursprünglich waren amerikanische TV-Serien auf Kinder, Jugendliche und Hausfrauen zugeschnitten, weil man annahm, dass sich diese die meiste Zeit zu Hause aufhalten. Doch schnell waren die spannenden Folgen Gesprächsstoff für die ganze Familie. Das ZDF machte deutsche Straßen am frühen Samstagabend zur Kinder- und Jugendfreien Zone. Amerikanische TV-Serien wie Raumschiff Enterprise, Daktari und Bonanza boten Abenteuer in fernen Welten, an denen sich nichts aus dem alltäglichen Leben messen konnte.
In den 70er Jahren bildete die perfekt funktionierende Familie den Handlungsrahmen amerikanischer TV-Serien, wie “Die Waltons” und “Unsere kleine Farm”. Die 80er Jahre wiederum, standen, was amerikanische TV-Serien betraf, ganz im Zeichen spannender Konflikte innerhalb der Familienclans. Die Sendezeiten von Serien wie Denverclan und Dallas richteten sich nicht mehr nach dem Zeitplan der Zuschauer, sondern die Zuschauer nahmen sich die Zeit für die Serien, die wochentags spätabends liefen. In den 90er Jahren standen wieder die frühen Abende und späten Nachmittage hoch im Kurs, was die Ausstrahlung amerikanischer TV-Serien betraf. Sitcoms wie Golden Girls, Full House und Die Nanny sicherten den inzwischen zahlreichen privaten Fernsehsendern hohe Einschaltquoten. Der Erfolg amerikanischer TV-Serien beruht nicht nur auf annähernd makellos schönen Serienhelden, sondern auch auf der Originalität der Serienkonzepte. Deshalb sind die deutschen Zuschauer auch heute noch von amerikanischen TV-Serien wie “Verrückt nach dir” oder “Two and a Half Men” begeistert.